Navigation überspringen Sitemap anzeigen

Leistungen

Schwindelfragebogen
Zuerst wird der Patient gebeten, einen mehrseitigen Fragebogen bezüglich seiner Erkrankung aufzufüllen. Es wird u.a. nach den Eigenschaften seiner Schwindelbeschwerden, nach vorliegenden Erkrankungen und nach Medikamenteneinnahmen gefragt.
Gezielte Schwindelanamnese
Nachdem der Schwindelfragebogen ausgewertet wurde und alle mitgebrachten Befunde durchgesehen wurden, erfolgt ausführliches Gespräch mit dem Patienten, um weitere Informationen über die Erkrankung zu erhalten.
Stand- und Ganguntersuchungen
Eine der einfachsten und gleichzeitig wichtigsten Untersuchungsmethoden sind die sogenannten Stand- und Ganguntersuchungen nach Unterberger und Romberg. Diese Untersuchungsmethoden wurden nach ihren Erfindern benannt. Sie liefern wichtige Hinweise auf Schwindelerkrankungen., insbesondere haben sie eine hohe Aussagekraft bezüglich Störungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr oder Störungen im Bereich des Kleinhirns.
Elektro- bzw. Videonystagmographie
Wenn im Gleichgewichtssystem eine Störung vorliegt, treten meist unwillkürliche Augenbewegungen auf, die als Nystagmen bezeichnet werden. Diese Augenbewegungen werden mittels einer Infrarot-Videobrille in einem verdunkelten Raum analysiert. Die Ergebnisse werden automatisch von einem Computer analysiert und können besonders bei akut aufgetretenem Schwindel schon erste Hinweise auf die Erkrankungsursache.
Videookulographische Lage- und Lagerungsprüfung
Bei dieser Untersuchung wird der Patient in verschiedene Körperlagen gebracht und seine Augenbewegungen mittels videookulographischer Computeraufzeichnung analysiert. Haben sich im Ohr z.B. kleine Kalkkristalle (sog. Otolithen) verirrt, können diese zu einem bewegungsabhängigen Schwindel (sog. gutartiger Lagerungsschwindel) führen. Dies kann anhand dieser Untersuchung nachweisbar gemacht werden.
Videookulographisch analysierter Kopf-Impuls-Test (HIT = Halmagyi-Test)
Eine der Hauptfunktionen des Gleichgewichtssystems ist die sog. Blickfeldstabilisierung, d.h. bei Kopf- bzw. Körperbewegungen werden die Augen immer der Bewegung entgegengelenkt, damit die Person auch während einer Bewegung immer ein stabiles Blickfeld hat. Diese Blickfeldstabilisierung wird durch den sog. „vestibulo-okuläre“ Reflex ermöglicht.
Dank modernster Technik sind wir heute in der Lage, diesen Reflex mittels einer extrem leichten und sehr schnell aufzeichnenden Videobrille zu untersuchen. Erstmals ist es hiermit möglich, alle drei Bewegungsachsen im Raum zu überprüfen.
Videookulographisch analysierte kalorische Prüfung
Im Rahmen dieser Untersuchung werden der empfindlichste Rezeptor des Gleichgewichtsorgans, der sog. horizontale Bogengang und der obere Gleichgewichtsnerv seitengetrennt durch kalte Luft geprüft.
Posturographie und Ermittlung des Sturzrisikos
Eine zweite wichtige Funktion des Gleichgewichtssystems ist die Aufrechterhaltung des Körpergleichgewichts. Posturographie leitet sich vom englischen Wort `posture´, also Körperhaltung, ab. Bei dieser Untersuchung erfolgt die Analyse der Körperschwankungen im Rahmen von vier verschiedenen Testsituationen (Augen auf oder zu, mit oder ohne Schaumstoffkissen). Je nach Schwankungsmuster lassen sich Rückschlüsse auf die Ursache der Schwindelerkrankung ziehen und das individuelle Sturzrisiko abzuschätzen.
Cervicale vestibulär evozierte Potentiale (cVEMP, oVEMP)
Mit dem oVEMPs wird der Utriculus geprüft, aber z.B. auch der Nervus vestibularis superior (superiorer Gleichgewichtsnerv). Der Utriculus ist für das Wahrnehmen von horizontalen Bewegungen verantwortlich. Die Messung dient als Ergänzung zu den VNG-Untersuchungen und wird z.B. für die Diagnose von Bogengangdehiszenz (Superior Semicircular Canal Dehiscence SSCD) oder totalem Vestibularisausfall eingesetzt.

Bei der oVEMP-Messung nutzt man den vestibulo-okulären Reflex. Gemessen wird über Oberflächenelektroden der Potentialunterschied der extraokulären Muskulatur. Um gute Resultate zu erhalten, schaut der Patient stark nach oben. Der Sinn des nach oben schauen ist nicht, dass sich der Muskel stärker zusammenzieht, sondern den unteren schrägen Muskel näher an die Elektrode zu bringen.

Mit dem cVEMPs wird der Sacculus geprüft, aber z.B. auch der Nervus vestibularis inferior (inferiore Gleichgewichtsnerv). Der Sacculus ist für das Wahrnehmen von vertikalen Bewegungen verantwortlich. Die Messung dient als Ergänzung zu den VNG-Untersuchungen und wird z.B. für die Diagnose von Bogengangdehiszenz (Superior Semicircular Canal Dehiscence SSCD), Morbus Menière, partiellen oder totalen Vestibularisausfall/Neuritis Vestibularis, vestibuläre Migräne, Vestibularisschwannom oder Otosklerose eingesetzt.

Bei der cVEMP-Messung nutzt man den vestibulo-collischen Reflex. Der Patient spannt den M. sterocleidomastoideus durch Drehen des Kopfes zur contralateralen Schulter (von der Stimulus-Seite weggedreht). Gemessen wird ipsilateral über Oberflächenelektroden die durch den Stimulus ausgelöste Kontraktion der extraokulären Muskulatur. Die Spannung fällt also ab, wenn die Reizung erfolgt. Je lauter der Stimulus, umso größer der Reflex.

Die bisher beschriebenen Meßmethoden des Kopf-Impuls-Testes und der Videonystagmographie ermitteln beide die Fähigkeit des Innenohres Drehbewegungen wahrzunehmen. Die Messung vestibulär evozierter myogener Potenziale (VEMPs) ermöglicht die seitengetrennte Funktionsprüfung von Sakkulus (c-VEMPs) und Utrikulus (o-VEMPs).
Bestimmung der Subjektiven Visuellen Vertikalen
Die Bestimmung der Subjektiven Visuellen Vertikalen ermöglicht bei der Differentialdiagnostik des Otolithenapparats im Gleichgewichtsorgan eine Prüfung der Utrikulusfunktion. Die Otolithenorgane – Utrikulus und Sakkulus – im Gleichgewichtslabyrinth tragen wesentlich zu der korrekten räumlichen Orientierung und Stabilisierung der Körperlage bei. Für einen Patienten mit einer Schwindelerkrankung steht die Welt mitunter nicht gerade.
Darüber gibt die Messung der subjektiven visuellen Vertikalen Aufschluß. Hierzu muß eine Laserlinie im abgedunkelten Raum gerade eingestellt werden. Das Ergebnis gibt dem Arzt bereits am Anfang der Diagnostik einen Hinweis wo das Problem liegen könnte und eignet sich zudem gut als Verlaufskontrolle.
3D-Bildgebung (DVT)
In der Schwindeldiagnostik bietet sich neben der Kernspintomographie des Schädels (MRT) zur Beurteilung des Gehirns auch die digitale Volumentomographie (kurz: DVT) zur genauen Diagnostik der Mittel- und Innenohrstrukturen sowie der oberen Halswirbelsäule an.

Bei der digitalen Volumentomographie wird ein räumliches Röntgenbild des Schädels erstellt, daß in allen Ebenen und allen Schichten betrachtet werden kann. Dabei läßt sich ein und derselbe Punkt aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig betrachten.

Die hohe bildgebende Leistungsfähigkeit, die sich neben der maximalen Auflösung auch in der effektiv minimierten Strahlenexposition ausdrückt, ist ein technischer Fortschritt, der unseren Patienten unmittelbar zu Gute kommt.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die oben aufgeführten Leistungen größtenteils nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen von Ärzten erbracht werden dürfen. Sie müssen vom Patienten nach GOÄ-Ziffern (private Gebührenordnung) bezahlt werden.

06221 . 314 814
Allgemeinsprechstunde: Montag - Freitag:
(außer Mittwoch)
08:30 – 12:00 Uhr & 14:30 – 18:00 Uhr
Privat- bzw. Selbstzahler-Sprechstunde: Dienstag: 08:30 – 12:00 Uhr Mittwoch: 14:30 – 18:00 Uhr Offene Sprechstunde: Montag - Freitag:
(Kapazität begrenzt)
08:30 – 10:30 Uhr
Zum Seitenanfang